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Museum Seeland

Louisiana Museum of Modern Art

Kunstmuseum in Humlebæk mit Skulpturenpark.

Museum · Kategorie-Motiv
Kategorie-Motiv. Bildnachweis: Wikimedia Commons: Bo Mertz · CC-BY-SA-2.0
Das Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk verbindet Ausstellungen, Sammlung, Skulpturenpark und Besuchsangebote am Öresund.

Kystro-Redaktionshinweis

Das Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk wurde 1958 eröffnet. Seine Gründung geht auf Knud W. Jensen zurück, der in den 1950er Jahren einen Ort schaffen wollte, an dem Menschen in Dänemark moderne Kunst sehen konnten. Nach Darstellung des Museums war moderne Kunst damals in den anderen dänischen Museen kaum vertreten. Jensen plante Louisiana zunächst als Haus für moderne dänische Kunst. Bereits nach wenigen Jahren entwickelte sich die Sammlung jedoch in eine internationale Richtung. Louisiana beschreibt diese internationale Ausrichtung und die Verbindung zum internationalen Kunst- und Kulturmilieu als wichtige Grundlage seines Ausstellungsprogramms.

Für Jensen war nicht nur entscheidend, welche Kunst gezeigt wurde, sondern auch, wie Menschen ihr begegnen sollten. Die offizielle Museumsgeschichte beschreibt seinen Wunsch nach einem Museum mit Seele, in dem Kunst nicht abgehoben wirkt, sondern den Betrachter unmittelbar anspricht. Damit verband er die Idee, Kunst nicht als Angelegenheit einer kleinen Elite zu verstehen. Louisiana sollte Erfahrungen und Perspektiven für viele Menschen zugänglich machen. Diese Haltung gehört zur Gründungsgeschichte des Museums und erklärt, weshalb Ausstellung, Architektur, Park und zusätzliche Vermittlungsangebote bei Louisiana von Beginn an zusammen gedacht wurden.

Auch der Name verweist auf die Vorgeschichte des Grundstücks. Knud W. Jensen übernahm die Bezeichnung eines Landhauses, das später zum Museum umgebaut wurde. Das Anwesen war 1855 von Alexander Brun errichtet worden. Brun war Offizier und königlicher Jagdmeister; er heiratete drei Frauen, die jeweils Louise hießen. Daraus entstand der Name Louisiana. Die historische Villa bildete später den Ausgangspunkt für die Museumsplanung. So verbindet der Name des Museums eine private Vorgeschichte des Ortes mit einer Institution für moderne Kunst, die erst ein Jahrhundert später entstand.

Mitte der 1950er Jahre beauftragte Jensen die Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert, auf Grundlage der alten Villa ein Museum zu entwerfen. Der Bau begann Mitte 1956 und dauerte bis zur Eröffnung 1958. Louisiana ordnet die Architektur der zurückhaltenden dänischen Moderne der späten 1950er Jahre zu. Statt eines dominanten Einzelbaus entstand ein niedriges, horizontal gegliedertes Gebäudeensemble, das sich in das Gelände einfügt. Die ursprüngliche Gestaltung umfasste lange weiß gekalkte Wände, sichtbare Konstruktionen, Decken aus Schichtholz, dunkelrote Fliesenböden und große Glasflächen. Diese Materialien und Elemente sind nicht bloß Dekoration: Sie sollten die Räume mit der Umgebung verbinden und Licht sowie Blickbeziehungen in den Museumsrundgang einbeziehen.

Eine zentrale Idee des Entwurfs war ein zusammenhängender, überdachter Spaziergang durch den Park. Jensen hatte zunächst an die alte Villa und einen getrennten Ausstellungspavillon am Rand der Küste gedacht. Gemeinsam mit Bo und Wohlert entwickelte er jedoch einen Plan, in dem die Gebäudeteile verbunden werden. Besucher sollten den Eindruck erhalten, sich auf einem gedeckten Weg durch die Parklandschaft zu bewegen. Die offizielle Architekturgeschichte betont, dass sich der Bau dabei an Gelände, Bäumen und Rasenflächen orientiert. Architektur, Park und Natur wurden daher nicht als voneinander getrennte Bereiche behandelt, sondern als ein gemeinsamer Rahmen für die Begegnung mit Kunst.

Seit 1958 wurde Louisiana siebenmal erweitert oder verändert. Alle Erweiterungen und Umbauten wurden nach Angaben des Museums von Bo und Wohlert ausgeführt; bei den Projekten ab dem Ostflügel kam Claus Wohlert hinzu. Trotz des Wachstums sollte der ursprüngliche Plan erhalten bleiben und die größere Anlage weiterhin in das Gelände eingebunden wirken. Für einen Besuch ist deshalb nicht nur die einzelne Ausstellung relevant, sondern auch die Art, wie Wege, Räume, Glasflächen und Außenbereiche aufeinander bezogen sind. Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintritt, Ausstellungen, Zugang und Veranstaltungen sollten immer direkt beim Louisiana Museum of Modern Art geprüft werden, weil sich diese Angaben ändern können.

Redaktionelle Quelle: Louisiana Museum of Modern Art · Quelle geprüft: 19.08.2026

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