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Sehenswürdigkeit Süddänemark

Trapholt Museet

Sehenswürdigkeit in Kolding.

Kubeflex von Arne Jacobsen auf dem Gelände von Trapholt in Kolding
Bildnachweis: Foto: Bengt Oberger / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Trapholt Museet ist als Sehenswürdigkeit mit Koordinaten im Kystro-Grundkatalog geführt. Angaben beruhen auf dem verlinkten OpenStreetMap-Datensatz; Bewertungen auf Kystro sind unabhängig.

Kystro-Redaktionshinweis

Trapholt in Kolding ist ein Museum für moderne Kunst, Kunsthandwerk und Design. Der Ort liegt in einer landschaftlich geprägten Lage mit Blick auf den Kolding Fjord und verbindet Sammlung, Architektur und Außenraum. Nach Angaben des Museums wurde Trapholt 1988 eröffnet. Heute gehören wechselnde Ausstellungen ebenso zum Profil wie eigene Bestände zur Kunst, zum Kunsthandwerk und zum Möbeldesign. Für einen Besuch ist deshalb nicht nur ein einzelnes Werk oder eine einzelne Ausstellung relevant. Das Museum stellt verschiedene Bereiche nebeneinander und macht auch die Gestaltung des Gebäudes und des Geländes zu einem Teil der Erfahrung.

Die Architektur ist dabei bewusst kein neutraler Hintergrund. Trapholt beschreibt die Ausstellungsräume als um eine zentrale Museumsstraße angeordnet. Dadurch führt der Rundgang nicht einfach von einem rechteckigen Saal in den nächsten, sondern folgt einer räumlichen Verbindung, die unterschiedliche Bereiche miteinander verknüpft. Außerhalb trennt eine skulptural ausgeprägte Mauer das Museum vom Park. Zum Gelände gehört außerdem ein großer Skulpturenpark mit Werken zeitgenössischer dänischer Künstler. Die Lage am Fjord, der Park und die Gebäude sind deshalb nicht voneinander zu trennen. Wer sich auf dem Gelände bewegt, erlebt Ausstellungen, Gestaltung und Landschaft als zusammenhängende Ebenen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Design. Die offizielle Sammlungsdarstellung nennt rund 600 Stühle und bezeichnet den Bestand als eine der bedeutenden dänischen Stuhldesign-Sammlungen. Darin finden sich Möbel des 20. Jahrhunderts von Gestalterinnen und Gestaltern wie Nanna Ditzel, Verner Panton, Børge Mogensen, Finn Juhl, Hans Wegner und Arne Jacobsen. Diese Namen stehen für unterschiedliche Ansätze im dänischen Möbeldesign. Im Museum lassen sich daher nicht nur einzelne berühmte Formen betrachten. Die Sammlung zeigt auch, wie sich Materialien, Konstruktionen, Sitzmöbel und Vorstellungen vom Wohnen über längere Zeiträume verändert haben.

Neben dem Design besitzt Trapholt eine Kunstsammlung mit ungefähr 7.000 Werken, die Kunst seit 1900 umfasst. Der Betreiber nennt unter anderem Richard Mortensen und Anna Ancher. Für Richard Mortensen wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler ein eigener Raum eingerichtet. Die Sammlung wird zudem durch Kunsthandwerk ergänzt. Bei Keramik und Textilien weist das Museum auf historische Schwerpunkte rund um Gefäß und Teppich hin und nennt unter anderem Axel Salto, Thorvald Bindesbøll und Bodil Manz. Daraus ergibt sich ein Museumstyp, der Malerei, Design und Kunsthandwerk nicht als getrennte Welten behandelt, sondern ihre Bezüge sichtbar macht.

Besonders eng mit Trapholt verbunden ist Arne Jacobsens Sommerhaus Kubeflex. Jacobsen entwarf dieses modulare Haus 1969 und 1970, also kurz vor seinem Tod im Jahr 1971. Das Konzept beruht auf würfelförmigen Modulen, die sich nach Bedarf kombinieren lassen sollten. Grundriss und Größe hätten sich so verändern können. Trotz dieser flexiblen Idee ging Kubeflex nie in Produktion. Bis 2002 nutzte die Familie Jacobsen das Haus als Sommerhaus. 2005 kam es nach Angaben von Trapholt zum Museum und wurde dort auf dem Gelände mit Blick auf den Kolding Fjord aufgestellt.

Kubeflex ist das einzige Exemplar dieser Art. Im Inneren zeigt Trapholt Räume wie Ess- und Wohnbereiche mit weiteren Entwürfen Jacobsens, darunter Armaturen der Vola-Reihe und die Cylinda-line-Serie. Das Haus macht dadurch eine Seite von Jacobsen erfahrbar, die über bekannte Stuhlentwürfe wie die Ameise, den Schwan oder das Ei hinausgeht. Architektur, Innenraum und Produktdesign treffen an einem Ort aufeinander. Gerade weil Kubeflex nie als Serienhaus gebaut wurde, dokumentiert es eine konkrete, experimentelle Idee für flexibles Wohnen aus dem späten Jahrzehnt der 1960er Jahre.

Zum Quellencheck am 19. August 2026 teilte Trapholt auf seiner Startseite mit, dass das Museum wegen Renovierung und Erweiterung vorübergehend geschlossen sei und 2027 zurückkehren werde. Diese Angabe kann sich ändern. Wer einen Besuch plant, sollte daher Öffnung, Wiedereröffnung, Tickets, Zugang, Führungen und aktuelle Ausstellungen unmittelbar auf der offiziellen Website von Trapholt prüfen. Die Ortsseite dient der Einordnung von Museum, Sammlung und Architektur, ersetzt aber keine tagesaktuellen Besucherinformationen.

Redaktionelle Quelle: Trapholt · Quelle geprüft: 19.08.2026

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