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Sehenswürdigkeit Hauptstadtregion

Rosenborg Slot

Sehenswürdigkeit in Copenhagen.

Rosenborg Slot mit seinen Türmen im Königsgarten in Kopenhagen
Bildnachweis: Kallerna, "Rosenborg Castle Copenhagen 1", Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Rosenborg Slot ist als Sehenswürdigkeit mit Koordinaten im Kystro-Grundkatalog geführt. Angaben beruhen auf dem verlinkten OpenStreetMap-Datensatz; Bewertungen auf Kystro sind unabhängig.

Kystro-Redaktionshinweis

Rosenborg Slot ist eines der prägnantesten Bauwerke für die Geschichte der dänischen Monarchie in Kopenhagen. Das Schloss liegt am Königsgarten und verbindet Architektur, höfische Wohnkultur, Sammlungs- und Museumsgeschichte in einem einzigen Ort. Für Besucherinnen und Besucher ist Rosenborg nicht nur wegen seiner äußeren Renaissanceform interessant. Das Haus ermöglicht auch, die Entwicklung von einer königlichen Sommerresidenz zu einem öffentlich zugänglichen Museum nachzuvollziehen. Gerade diese Veränderung erklärt, warum sich in Rosenborg historische Innenräume, staatliche Insignien und Erinnerungsstücke verschiedener Herrscher zugleich begegnen.

Nach Angaben des dänischen Königshauses wurde Rosenborg in den Jahren 1606 bis 1634 als Sommerhaus Christians IV. erbaut. Zur Bauzeit lag es außerhalb der damaligen Kopenhagener Wälle, in einer Gartenanlage, die dem König besonders wichtig war. Die Königliche Sammlung beschreibt Rosenborg deshalb als Christians IV. kleines Lieblingsschloss neben dem Königsgarten. Der Bau ist ein Beispiel dafür, wie ein Ort zunächst als persönlicher Rückzugs- und Aufenthaltsraum eines Herrschers gedacht sein kann und später eine viel weitergehende öffentliche Funktion erhält. Christian IV. hielt sich häufig dort auf, wenn er in Kopenhagen war, und starb 1648 im Schloss.

Nach Christians IV. Tod ging Rosenborg an seinen Sohn Frederik III. über. Das Königshaus nennt mehrere Modernisierungen, die Frederik III. gemeinsam mit Königin Sophie Amalie durchführen ließ. Damit blieb das Gebäude nicht unverändert an eine einzelne Regierungszeit gebunden. Es wurde an neue Bedürfnisse und Vorstellungen angepasst. Der letzte König, der Rosenborg als Residenz nutzte, war Frederik IV. Um 1720 wurde das Schloss als königlicher Wohnsitz zugunsten von Frederiksberg aufgegeben. Diese Zäsur ist wichtig, weil sie den Weg für eine andere Art der Nutzung öffnete: Aus einem Schloss, das vor allem der Hofhaltung diente, wurde nach und nach ein Ort für aufbewahrte Kunst- und Erinnerungsstücke.

Im 18. Jahrhundert sammelten sich in Rosenborg nach Angaben des Königshauses erhebliche Kunstschätze. Dazu gehörten Stücke aus Nachlässen verstorbener Angehöriger des Königshauses sowie Objekte aus Christiansborg nach dem Brand von 1794. Aus dieser Sammlung entstand die Idee eines Museums. Das Königshaus datiert deren Verwirklichung auf 1833, das zugleich als offizielles Gründungsjahr der Königlichen Sammlung gilt. 1838 öffnete Rosenborg für die Öffentlichkeit. Besucher konnten damals eine Führung durch die Geschichte der königlichen Familie von Christian IV. bis in ihre eigene Gegenwart erleben. Die Verbindung aus chronologischer Erzählung und eingerichteten Innenräumen beschreibt das Königshaus als ein frühes Prinzip der europäischen Museumsgeschichte.

Zu den mit Rosenborg verbundenen Objekten gehören Kronen, Insignien und die Kronjuwelen. Die Königliche Sammlung verweist auf das Schatzgewölbe unter dem Schloss, in dem diese Bestände gezeigt werden. Das Königshaus nennt als Beispiel die Krone Christians V. aus dem Jahr 1670, die bei den Salbungen der absoluten Monarchen verwendet wurde; die letzte Salbung fand demnach 1840 statt. Für die Kronjuwelen ist das Testament von Königin Sophie Magdalene aus dem Jahr 1746 bedeutsam. Darin bestimmte sie, dass ihr Schmuck nicht einer einzelnen Person zufallen, sondern jeweils der amtierenden Königin zur Verfügung stehen sollte. Die Quelle beschreibt vier große Schmuckgarnituren als Kern der heutigen Vielfalt: zwei mit Diamanten, eine mit Smaragden und Diamanten sowie eine mit Rubinen, Perlen und Diamanten.

Rosenborg besteht jedoch nicht nur aus Objekten im Schatzgewölbe. Die Königliche Sammlung nennt auch die Audienzräume Christians IV. und sein Sterbezimmer. Das Königshaus verweist auf den Marmorsaal, dessen umfassende Restaurierung im April 2012 abgeschlossen wurde. Damit verbindet der Ort materiellen Reichtum und Architekturgeschichte mit Fragen danach, wie Räume genutzt, bewahrt und später museal vermittelt werden. Wer Rosenborg besucht, kann auf die Übergänge zwischen Residenz, Sammlung und Museum achten: Welche Spuren erzählen vom privaten Hofleben, welche von staatlicher Repräsentation und welche von der späteren öffentlichen Erinnerung? Aktuelle Angaben zu Zugang, Öffnungszeiten, Eintritt und Ausstellungen sollten stets direkt bei der Königlichen Sammlung geprüft werden, weil sie sich ändern können.

Redaktionelle Quelle: Kongehuset / The Royal Danish Collection · Quelle geprüft: 19.08.2026

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